Archive for März, 2010

Am Wochenende von Samstag auf Sonntag war die seit 1980 alljährliche Umstellung der eher der Ortszeit angenäherten Winterzeit (MEZ) in die Sommerzeit (MESZ). Es ist seit längeren bekannt das damit Verbunden hehren Ziel der Zeitumstellung – eine Energieeinsparung durch die optimale Ausnutzung des Tageslichtes bisher nicht erzielt wurde [1] [2]. Viel mehr finden sich eine Reihe von Nachteilen, durch den Umstellungsprozess – die besonders Eltern mit kleinen Kindern erleben dürfen. Dank der Umstellung ist der alte Rhythmus der Aufsteh- und Schlafenzeiten hin – Morgens wollen die Kleinen nicht aus dem Bett, jedoch fängt Kindergarten oder Krabbelgruppe zur gleichen Uhrzeit wie zur vor an – wenn auch die Sonnenzeit eine Stunde früher ist. Nach dem sich die Kinder dann Nachmittags vom Morgen erholt haben das gleiche Spiel noch einmal abends nur mit umgekehrten Vorzeichen….

Und wofür das ganze? Okay ein paar wenige Sonnenstunden am Abend mehr, sind sicherlich schön – wenn die Sonne mal scheint, was ja gerade während der ärgerlichen Umstellungsphase oft genug nicht der Fall ist. Vielleicht sollte wenn man überhaupt die Uhr umstellt das ganze dann später im Jahr veranstalten wenn es sich dann auch an abendlichen Sonnenstunden lohnt. Meinetwegen kann man es aber auch ganz lassen und die MEZ oder MESZ als Ganzjahreszeit nutzen.

Das Greenpeace die Kunst der Persiflage von Werbung von Konzernen mit eher umweltfeindlicher Grundhaltung beherrscht, zeigte Anti – Greenwashing Film über RWE.

Nun hat es Nestlé getroffen – und wie es scheint ordentlich. Die Kampagne von Greenpeace

Kein Palmöl aus Urwaldzerstörung!

in der Nestlé auf gefordert wird kein Palmöl mehr, aus gerodeten Regenwaldflächen in Indonesien und Malaysia zu verwenden, scheint zu wirken.

So verkündet Nestlé in einer Presseerklärung u.a. das sie:

„Seit Januar 2010 deckt Nestlé Deutschland den gesamten Bedarf an Palmöl mit so genannten Green Palm Zertifikaten ab. Mit diesen Green Palm Zertifikaten wird der nachhaltige Anbau unterstützt.“

sowie

„International hat sich Nestlé verpflichtet, spätestens ab 2015 nur noch zertifiziertes, nachhaltig angebautes Palmöl zu verwenden.“

In wie weit Green Palm zertifiziertes Palmöl als Nachhaltig bezeichnet werden kann ist angesichts der dünnen Informationen auf den Webseiten der Zertifizierungstelle ROS bzw. Green Palm schwer einzuschätzen. Auch die Infos dbzgl. von WWF (Mitglied im ROS) hören sich gut an erinnern aber eher an europäische Minimalstandards – auch dies mag schon ein großer Fortschritt ein. Ob es genug ist um wirklich von einer nachhaltigen Palmölproduktion zusprechen sei da hin gestellt. Laut Greenpeace werden nicht einmal diese schwachen Kriterien wirksam kontrolliert und eingehalten.

Weiter verkündete Nestlé

„Nestlé in Indonesien hat die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten zwischenzeitlich beendet.“

Man braucht das Öl ja auch nicht direkt kaufen – hierzu gibt es eine Grafik der Handelswege bei Greenpeace – aus der auch ersichtlich wird wer auch noch so sein Geld am Raubau verdient bzw. eher verdient hat.

Hier ist er der „bösen“ Filme gegen Nestlé’ guter Schokoriegel:

Andreas

Finanztransaktionssteuer

Die Idee ist nicht ganz Tau frisch, aber angesichts der Probleme verursachenden Dynamik an den Finanzmärkten sehr attraktiv: die geringfügige 0.1 -0.01% Besteuerung aller Finanztransaktionen.

Da bei einer solchen Steuer für jede Transaktion eine Steuer anfallen würde, sind besonders Finanzmarktteilnehmer mit vielen Transaktionen und hohen Summen betroffen wie z.B. beim Day-Trading statt finden wo kurzfristige Schwankungen auf den Finanzmärkten mit erheblichen Summen z.T innerhalb Minuten aus genutzt werden. Der Effekt auf mittel- und langfristige Finanztransaktionen dürfte im Gegensatz dazu nicht allzu erheblich sein.

Eine solche Steuer von 0.1 – 0.01 würde je nach Modelrechnung (Schulmeister WiFo 2009) 1.61 – 0.49% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland abschöpfen. In Deutschland lag im Krisenjahr 2009, das BIP bei 2’404,4 Mrd € (Statistisches Bundesamt), d.h. würde durch die Finanztransaktionssteuer ein Steueraufkommen von 27.9 – 11.8 MRD € alleine in Deutschland erzielt werden.

Dies würde die Haushaltslage und damit den Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft sicherlich sehr gut tun..

Mehr Infos inkl. Unterschriften Aktion zur Finanztransaktionsteuer gibt auf deutsch und hier auf englisch Infoseite zum Thema – bzw. in diesen Spot:

dw

100% deutsche Kartoffeln

Eine wunderbare Persiflage auf die Pfanni-Werbung haben Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München gedreht:

Pfanni/Unilever hat sich im Übrigen ausdrücklich von diesem Spot(t) distanziert.

via: www.zweinullig.de

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ELENA verklagen

Noch 10 Tage, um bei der Verfassungsbeschwerde gegen ELENA teilzunehmen:

Mit dieser Verfassungsbeschwerde wollen wir ELENA, den “Elektronischen Entgeltnachweis” kippen. Wir wollen erreichen, dass die zentrale Datenbank mit sensiblen Arbeitnehmerdaten gelöscht wird. Zeigen Sie der Politik und dem Verfassungsgericht, dass auch Sie eine Vorratsdatenspeicherung Ihrer Arbeitsstunden, Krankheitstage, Urlaubstage, etc. ablehnen!

Folgt dem Link und schickt die Vollmacht für die Verfassungsklage bis spätestens 25. März ab!

Und über eine kleine (oder gar große) Spende freut sich der FoeBuD e.V. auch!

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