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Angst

Wir sollen Angst haben vor Terrorangriffen, vielleicht sollen wir mehr Angst haben vor dem Handeln der Politiker die uns davor warnen.

Eine Politik die Angst und Schrecken vor dem Terrorismus verbreitet ruinieren unsere offene und freiheitliche Gesellschaft, wie Kai Biermann in der Zeit darlegt. Dies heißt nicht das eine Verfolgung von Terroristen nicht erfolgen soll, dies heißt vielmehr das wir dabei unseren Kopf bzw. Verstand und unsere offene, freiheitliche, demokratische und rechtsstaatliche Kultur nicht verlieren dürfen. Sonst gilt was Heribert Prantl schon 2007 in diesem Zusammenhang in der NZZ Folio schrieb: „Dann stirbt die Freiheit an ihrer Verteidigung.“.

Ein wichtiges Zeichen gegen die derzeitige Terrorangstverbreitung ist das Projekt „Wir haben keine Angst“ von Mario Sixtus, auch wenn die Gefahr sehr groß ist das es im medialen Terrorrauschen untergeht. In ihm wird von vielen unterschiedlichen Menschen auf unterschiedlichster zumeist äußerst kreative Weise diesen Aufruf gefolgt:

„Gefährlicher als es ein Terroranschlag für unseren Staat jemals sein könnte, sind überaktive Politiker. Sie wollen im Windschatten einer vermeintlichen oder realen Terrorbedrohung unsere Freiheitsrechte beschneiden, Überwachungsstrukturen schaffen und ganze Bevölkerungsgruppen unter Pauschalverdacht stellen. Geben wir der Angst nach, haben die Terroristen gesiegt. Das gönnen wir ihnen nicht! Daher rufen wir allen politischen Entscheidungsträgern zu: Wir haben keine Angst!“ (wirhabenkeineangst.de)

Danke für Eure Kreativität und Engagement!

Rette deine Freiheit

 
 

Laut den Machern des Videos ist es keine Wahlwerbung für eine Partei – wobei es jedoch streng genommen eine Warnung vor der Wahl einer Partei ist: der CDU – die die Kraft hat die Bürgerrechte für einen vermeintlichen Sicherheitsgewinnn zu Opfern.

[via Netzplitik.org]

Volker Pispers Anmerkungen zum Stopschild von Zensursula

Der Kabarettist Volker Pisper hat guten Vergleich hinsichtlich des Stoppschild für kinderpornografischen Seiten im Internet (die gelöscht und deren Betreibern strafrechtlich Verfolgt gehören statt nur gesperrt – das Internet ist weder ein rechtsfreier noch ein bürgerrechtsfreier Raum !) aufgestellt:

„Vergleichbar wäre, ein Polizist überrascht einen Vergewaltiger auf frischer Tat und statt sich auf ihn zu stürzen, errichtet er einen Sichtschutz damit zufällig vorbeikommende Passanten die schrecklichen Bilder nicht unfreiwillig mit ansehen müssen.“

Der Beitrag gibt es zum nachhören und zum runderladen beim WDR 2 KABARETT AM DIENSTAG oder auf youtoube

Für einen Rückschlag der digitalen Generation in die analoge Politik!

Generation C64
Zweitverwertung bei Spiegel Classic? von www.wortfeld.de

So könnte nach wortfeld ein Titelbild des SPIEGEL aussehen, wenn die gute Analyse „Die Generation C64 schlägt zurück“ von Christian Stöcker auf Spiegel-Online auch im Spiegel-Magazin abgedruckt würde:

„Die Debatte um Ursula von der Leyens Gesetzentwurf gegen Kinderpornografie im Netz macht eine gesellschaftliche Kluft sichtbar: Die Generation Online will nicht länger akzeptieren, dass über sie hinwegregiert wird. Ein Generationenkonflikt wird sichtbar, der das Land noch Jahre lang spalten könnte.“

Thomas Knüwer hat in seinem Blog „Indiskretion Ehrensache“ die Thematik noch erweitert und die Schäubel’sche Hysterie aufgearbeitet: „Bundesregierung vs. das Internet – die nächste Eskalationsstufe“

Diese und die in der Folge erschienen weiteren Analysen der Thematik sind sehr gut!
Ja?
Ja, was?
Ja, und wie weiter?

Genau diese Frage stellt sich mir auch. Irgendwie sollten wir, die „digitale Generation“ (wieder) in die analoge Politik-Wahrnehmung zurückkehren.

Ein erster Schritt wäre die Unterzeichnung gegen Internetzensur, denn wie Christian Stöcker so schön schrieb:

„Und man stelle sich vor, eine Regierung versuchte heute, kurz vor einer Bundestagswahl, noch schnell ein Gesetz durchzupeitschen, das Folgendes vorsieht: Jedes Druckwerk, das in Deutschland erscheint, jede Zeitung, jedes Buch und jedes Flugblatt, muss künftig dem BKA zur Beurteilung vorgelegt werden. Das erstellt dann Listen mit Druckwerken, die zu übel sind, um publiziert zu werden. Geheime Listen.“

Ein zweiter Schritt wäre eine politische Vertretung ins Spiel zu bringen, die genau diese Aspekte als (Haupt-)Wahlprogramm.

Also, am Sonntag Piraten wählen!

In Schweden könnten die Piraten die drittstärkste Partei werden und den Sprung ins EU-Parlament schaffen! Geben wir ihnen noch unsere Unterstützung, damit dieser Traum wahr werde!

Und dann noch auf der Wahlliste unterzeichen, damit die Piraten auch zur Bundestagswahl im Herbst antreten können!

Banner PIRATENPARTEI