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Erste Glyphosat – Resistenz bei Ungras in der Schweiz

Erstmalig ist in der Schweiz eine resistentes Ungras gegen das Herbizid Glyphosat (Roundup) aufgetreten und durch Wissenschaftler der Agroscope bestätigt wurden. Das resistente Bastard-Weidelgras bzw. Ray-Gras-Hybride (Lolium sp. multiflorum  x perenne  Syn. L. ×boucheanum Syn L. x hybridum) wurde in einem Weinberg im Waadtland gefunden (Presse Erklärung Agroscope 10.02.2014).

Weidelgräser sind eine ein- oder zweijährige, fremdbefruchtende Pflanzen die eine weite Verbreitung im Ackerfutterbau und im Grünland haben. Die Weidelgraspollen  wird durch den Wind von Pflanze zu Pflanze transportiert, was eine Quelle regionaler Verbreitung darstellen kann.
Die Verbreitung von herbizidresistente Unkräuter werden durch den fehlenden Wechsel von Herbiziden bzw. durch die Verwendung von Wirkstoffe mit ähnlicher biochemischer Wirkung (HARC – Code, Übersichtsposter Wirkstoffe HARC) begünstigt. Neben den Einsatz anderer Wirkstoffe sollten bei Zunahme von resistenten Unkräuter auch pflanzenbauliche Maßnahmen wie mechanische Bekämpfung, Fruchtfolgegestaltung bzw. Konkurrenz starke Zwischenfrüchte stärker in Betracht bezogen werden (JKI).

Der Wirkstoff Glyphosat hat den HARC-Code: G (Weeds Resistant to EPSP synthase inhibitors). Weltweit listet die International Survey of Herbicide Resistant Weeds 28 Glyphosat resistente Unkrautarten auf. Das Phänomen betrifft in Europa derzeit fünf Unkrautarten: Südamerikanisches Berufkraut (Conyza bonariensis L), Kanadische Griesswurzel (Conyza  canadensis L), Weissliches Berufkraut ( Conyza sumatrensis Retz), Steif-Lolch  (Lolium rigidum Gaudin) und Ray-Gras Hybride (Lolium sp. multiflorum x perenne). In Deutschland wude bisher jedoch noch kein Fall bestätigt.