Wie Göttinger und Jena Wissenschaftler im Langzeit - Feldversuch zeigen konnten löst der Verlust einer Pflanzenart schneeballartig das Aussterben weiterer Arten nach sich. Auf dieser Weise ist es möglich, das ganze Ökossysteme destabilisiert werden. Mehr dazu ist zu finden in Nature (468:553-556) bzw. auf der Seite des Jenar Experiment und bei dem Göttinger Agrarökologen Christoph Scherber.
Der Beginn einer Kaskadenkette durch das Aussterben einer Art hat Franz Hohler in seiner Aufnahme seines Gedichtes “Der Weltuntergang” im Jahr 1974 thematisiert. Gleichwohl einige der Passagen aus heutiger Sicht etwas stereotypisch und d.h. angestaubt anmuten, bleibst auch heute noch ein schöner und gelungene Geschichte. Die eindrucksvoll globale Ursachenketten in der Ökologie beschreibt.
Sie startet bei einen kleinen unscheinbaren Käfer und endet global.
Das Greenpeace die Kunst der Persiflage von Werbung von Konzernen mit eher umweltfeindlicher Grundhaltung beherrscht, zeigte Anti – Greenwashing Film über RWE.
Nun hat es Nestlé getroffen – und wie es scheint ordentlich. Die Kampagne von Greenpeace
„Seit Januar 2010 deckt Nestlé Deutschland den gesamten Bedarf an Palmöl mit so genannten Green Palm Zertifikaten ab. Mit diesen Green Palm Zertifikaten wird der nachhaltige Anbau unterstützt.“
sowie
„International hat sich Nestlé verpflichtet, spätestens ab 2015 nur noch zertifiziertes, nachhaltig angebautes Palmöl zu verwenden.“
In wie weit Green Palm zertifiziertes Palmöl als Nachhaltig bezeichnet werden kann ist angesichts der dünnen Informationen auf den Webseiten der Zertifizierungstelle ROS bzw. Green Palm schwer einzuschätzen. Auch die Infos dbzgl. von WWF (Mitglied im ROS) hören sich gut an erinnern aber eher an europäische Minimalstandards – auch dies mag schon ein großer Fortschritt ein. Ob es genug ist um wirklich von einer nachhaltigen Palmölproduktion zusprechen sei da hin gestellt. Laut Greenpeace werden nicht einmal diese schwachen Kriterien wirksam kontrolliert und eingehalten.
Weiter verkündete Nestlé
„Nestlé in Indonesien hat die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten zwischenzeitlich beendet.“