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Feature: “Biodiversität oder Maximalprofite – Saatgutpolitik vor der Entscheidung”

Der sehr schönen Beitrag „Biodiversität oder Maximalprofite Saatgutpolitik vor der Entscheidung“ des Bayrische Rundfunk befasst sich mit der Umsetzung der EU Verordnung 2008/62/EG [pdf] in nationales Recht. Wie schon früher berichtet regelt die Verordnung die Zulassung von Landsorten und andern Sorten die von der genetischen Erosion bedroht sind. Die gut gemeinte Verordnung zur Erhalt der Agrobiodiversität ist jedoch leider ein Musterbeispiel für die Funktionsfähigkeit des Profit-orientierten Agrarlobbyismuses.

„Biodiversität oder Maximalprofite Saatgutpolitik vor der Entscheidung“
2. April 2009, 18.05-18.30 Uhr, Bayern 2 [www]

„Biodiversität oder Maximalprofite Saatgutpolitik vor der Entscheidung“
2. April 2009, 18.05-18.30 Uhr, Bayern 2 [mp3]

Verschrottungsprämie auch für Fahrräder

Mit dem Slogan „Jetzt echte Umweltprämie beantragen!“ fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu einer symbolischen Protestaktion gegen die einseitige Hilfe für die Automobilindustrie durch die Abwrackprämie auf.

Umweltprämie jetzt!

Sicherlich ist die Situation bei einigen Automobilunternehmen zumteil dramatisch, und es hängen sehr viele Arbeitsplätze in Deutschland am Auto – jedoch diese Prämie als Umweltprämie zu bezeichnen ist zynisch und unfair den Verkehrsteilnehmern gegenüber die ein Fahrrad oder die Bahn benutzen, da die Prämie sich an keinerlei umweltschutzrelevanten Größen orientiert. Die Neuheit eines Autos sagt nicht aus über die zu erwartenden Emissionen [VCD Hintergründe (pdf)]. Auch wird die Verbrauchsreduktion durch die verbesserten Motoren durch die den Trend zu leistungsstärkeren und schweren Fahrzeugen mit mehr verbrauchsrelevanter Ausstattung (Klima etc.) relativiert [Umweltbundesamt]. So beobachtete das Umweltbundesamt im Zeitraum 1991-2005 nur eine durchschnittliche Abnahme von 0,1 l pro 1oo km und Jahr.
So wäre es besser die Umweltprämie von Anfang an zu dem benennen was sie ist eine Abwrackprämie zur Förderung der Automobilindustrie.
Und ernsthaft im Konjunkturprogramm eine Ressource sparsame Zukunft zu fordern.

———- UPDATE 01.03.01 21.21———

Wie die Taz berichtet ist die Aktion des VCD auf großen Wiederhall gestoßen, der das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Schwierigkeiten bring – dort wird nun mit rechtlichen Schritten gegen die Aktion gedroht.

Wer Bahn fährt, der darf fliegen…

Was wünscht sich ein Manager der Flugbranche als Belohnung? Einen Freiflug natürlich. Nicht anders ist es zu erklären, dass Vielfahrer bei der Bahn als Belohnung Freiflüge erhalten, wie die Prämienbeschreibung des bahn.bohnus-Programms zeigt. Aber wie sollte man es auch anders erwarten, stammt doch der Bahnoberste Mehdorn ursprünglich aus der Flugbranche. Es fragt sich nur, ob Herr Mehdorn jemals so viele Punkte sammeln würde, dass er seine eigenen Prämienangebote nutzen könnte. Für ihn sind ja Bahnfahrten von über vier Stunden eine „Tortur“. Aber vielleicht lassen sich damit die alljährlichen, vorweihnachtlichen Preiserhöhung bei der Deutschen Bahn erklären, sind doch die Prämien eins zu eins an den Fahrkartenpreis geknüpft.