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Neue Broschüre über Erbsenschadorganismen

Eine Einführung und Übersicht über die Welt der Krankheiten und Schädlinge bei Erbsen bietet die  neue und aktualisierte Ausgabe der Broschüre „Pilzkrankheiten und Schädlinge bei Körnerfuttererbsen“ ist von der UFOP (Union zur Förderung der Öl- und Proteinpflanzen eV. ) die dort kostenlos heruntergeladen werden kann.  [Download pdf]

Gleichwohl das sieh diese Broschüre maßgeblich an Landwirte mit konv. Anbausystemen richten, ist diese Broschüre auch für Ökobauern hilfreich, da neben der Möglichkeit der Krankheitsidentifikation auch Hinweise auf die Fruchtfolgegestaltung bzgl. der Länge von  Anbaupausen gegeben werden. Das es sich hierbei jedoch nur um Hinweise handelt dürfte angesichts des Umfanges der Broschüre klar sein.  So wird zum Bspl. die Problematik von Alternativwirten bei der Fruchtfolgegestaltung nur angerissen.

Das die Broschüre bei weiten nicht alle wichtigen Erbsenkrankheiten abdecken kann, ist bedauerlich, aber wohl auf dem Fokus auf die allerwichtigsten Schadorganismen in Deutschland zu zuschreiben. So fehlt z.B. die Aphanomyces-Wurzelfäule (Aphanomyces euteiches) welche in Nordeuropa und auch in Frankreich erhebliche Schäden verursacht. Eine weiterführende Lektüre bzgl. Krankheiten und Schädlinge an landwirtschaftliuchen Kulturen ist das Standartwerk von Hoffmann/Schmutterer  „Parasitäre Krankheiten und Schädlinge an landwirtschaftlichen Kulturpflanzen“  1999 ISBN-13: 978-3800132072.

Auch von  UFOP gibt es eine Broschüre über „Pilzkrankheiten und Schädlinge bei Süßlupinenarten„ von 2009 zum kostenfreien Download [pdf].

Rhizotonia solani

Die meisten Menschen in Deutschland haben das Pathogen Rhizotonia solani wenn überhaupt als Widerstandsfähiger hartnäckiger schwarzer „Dreck“ an Kartoffeln war genommen. Der nicht der Gesundheit schadet, aber der Optik. Dem Landwirt und Kartoffelanbauer ist das Pathogen als Wurzeltöterkrankeit bekannt, welche neben den besagten „Dreck“ welches Sklerotien sind, zu deformierten Knollen und Dry-core führen.
Unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus kann das Pathogen u.a durch die Einhaltung von Fruchtfolgen, gesunden Pflanzgut, dem Vorkeimen und dem vermeiden von strohreichen Düngern vorgebeugt werden. In Experimenten an der Universität Kassel in Witzenhausen hat sich der Einsatz von ligninhaltigen Komposten als ein sehr  guter neuer Regulierungsansatz gezeigt (Schulte-Geldermann, et. al. 2009).

Rhizoctonia solani im Labor
Rhizoctonia solani im Labor

Einen Einblick in das Leben des Pathogens zeigt ein schön gemachtes Video der Amerikanischen Phytopathologische Geselschaft (APS). Dort führt das Pathogen durch die Zunahme der Direktsaat und Minimalbodenbearbeitung auch im Getreidebau zu Problemen: